Allen Unkenrufen zum Trotz bin ich von der “Stadt der Engel” begeistert. Sobald man die Suche nach dem Zentrum aufgegeben hat und die langen Wege zwischen den verschiedenen Vierteln, wie Hollywood, Beverly Hills, Bell Air und nicht zuletzt auch der Downtown akzeptiert, findet man großen Gefallen am “center of entertainment of the woooooorld”!
Deutlich vor Augen geführt bekommt man die Ausmaße des mittlerweile auf 20 Millionen angeschwollenen Städtekonglomerats am besten, wenn man des Nachts von Osten auf der Interstate 15 (später 10) Richtung Zentrum fährt. Die teilweise zehnspurige Straße gleicht einem nicht enden wollenden Strip aus Shops, Reklametafeln, Diners und Motels. Fährt man über einen Hügel ertrinkt man förmlich im Lichtermeer, das bis an den Horizont reicht. Die Luft verdickt sich zu einem Brei aus Abgasen und Fastfood an den man sich nach anfänglichem Ekel über die 50 Meilen bis Hollywood erstaunlich schnell gewöhnen kann.

Den fantastischen Blick aufs Hollywood-Sign, der uns Morgens begrüßt hat, wurde von Kerstin ja schon gepostet. Die Stadt ist sehr geprägt von ihrer zentralen Rolle im Unterhaltungsgeschäft. So findet sich kaum eine Fassade ohne meterhohe Werbung für den nächsten Blockbuster oder das neueste Videospiel.
Der Reiseführer empfiehlt als “Must-See” eines der großen Studios - Warner oder Universal - zu besuchen. Wir waren natürlich in beiden!
Die Universal Studios stellt man sich am besten als großen Themenpark ähnlich dem Europapark in Rust vor, der unter den Motto bekannter Universal-Filme steht -> Achterbahnen, 3D-Kinos und viel schlechtes Essen.

Besser gefallen hat uns die VIP-Tour durch die Warner Bros. Studios. Hier wird man in den tatsächlichen Produktionsablauf einer TV-Serie eingeweiht und darf sogar die Sets besuchen auf denen aktuell gedreht wird. So konnten wir das Set der Serie “Chuck” besuchen und alles aus nächster Nähe bestaunen. Ein weiteres Highlight ist das nicht öffentliche Museum, das Kostümschätze birgt die einen vor Ehrfurcht erstarren lassen. Unter anderem befinden sich dort die Kostüme von Neo und Trinity aus Matrix, Sarah Connor aus Terminator und das recht von Schminke verschmierte Joker-Kostüm des verstorbenen Heath Ledger. Den Harry Potter-Requisiten haben sie sogar ein komplettes Stockwerk gewidmet. Was das ganze nun so faszinierend macht ist, dass nicht ein Stück hinter Glas oder einer Absperrung ist. Man darf sich alles aus nächster Nähe anschauen und kann so nahe ran, dass man das Leder der Spartanerkostüme aus dem Film “300″ riechen kann. Nur Anfassen ist natürlich strikt verboten.

Mein persönliches Highlight der Tour war das Original Set vom “Central Perk” aus der Serie “Friends”! *ausflipp* *kreisch* Im Set meiner absoluten all-time-favorite Sitcom hatte ich meinen größten Glückshormonschub der gesamten Führung (man erkennt das sehr gut daran, wie stocksteif - weil voller Adrenalin - ich auf dem Foto rumstehe, hehe.).
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